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Allgäuer Latschenbeißer

Hey Freunde, 

ich war schon wieder in den Bergen unterwegs. Die Idee war klar: Aufstieg über das Oytal und den Gleitweg zum Seealpsee. Dort unter freiem Himmel übernachten und am nächsten Tag den Aufstieg auf’s Nebelhorn noch bewältigen. Warum wir zum Ende hin tatsächlich etwas beißen mussten, erfährst du in diesem Bericht.

Viel Spaß 🙂

Los ging’s also in Oberstdorf im Allgäu. Nachdem alle eingesammelt waren und wir endlich einen geeigneten Parkplatz gefunden hatten, machten wir uns zu dritt auf den Weg Richtung Seealpsee.

Ok ok, direkt mal verlaufen 😀 , was aber im Nachhinein doch ganz gut war. Dazu später mehr. Es sah dann so aus, dass wir nicht den Weg über das Oytal, sondern den direkten Weg über die Seealpe (Einkehrmöglichkeit) eingeschlagen hatten.

 

Aufstieg ins Allgäu

Und somit ging’s hinauf, unter der Skisprungschanze hindurch, vorbei an Wasserfällen zur Seealpe. Der Aufstieg zur Seealpe ist relativ gut begehbar, wobei der Weg auch über die ein oder andere Wurzel führt. Oben angekommen befindet man sich in einer Art Talkessel, was auch bei nicht so tollem Wetter eine beeindruckende Kulisse abgibt. Lediglich die Seite Richtung Oberstdorf ist nicht von Bergen umgeben.

Der Weg führt uns weiter Richtung „Mittelstation“. Auf einer Teerstraße geht es bis oben hin. Anfangs noch gemütlich und nur mit einer leichten Steigung zu meistern, haut es dir nach einer guten 3/4 Stunde sowas von die Funken raus. Da geht’s rauf Freunde, dezent unnormal 😀 Und wir zwei Männer hechten uns einen ab, während die junge Dame im Team da ganz gemütlich raufmarschiert.. Respekt!

Aber wir haben’s natürlich geschafft. Oben angekommen liest man dann als erstes, dass von der Begehung der Straße aufgrund der Steigung, bzw. dem Gefälle dringend abgeraten wird. Das Schild stand aber unten so nicht, ihr lieben Allgäuer 😀

Und jetzt wurde es kalt. Denn plötzlich kam der Wind zur Kälte. Also schnell noch weiter Richtung dem geplanten Schlafplatz. Joa, was soll man sagen; wir haben dann unser Lager an einem Hang aufgeschlagen, was noch als vernünftigste Lösung erschien. In der Nacht führte es dazu, dass man ständig nach unten rutschte und im warmen Schlafsack wieder den Berg raufrobben musste. War aber jetzt nicht sooooo schlimm, hauptsache im Schlafsack war’s kuschlig warm ? Das Bimmeln der Kuhglocken gab’s übrigens gratis dazu 😀

Eigentlich war geplant die Milchstraße mitten in den Bergen im Allgäu mit einzufangen. Leider riss während der Nacht nur der nördliche Teil des Himmels auf, wodurch man die Milchstraße, auch aufgrund des aufgehenden Mondes, nicht wirklich sehen konnte. Was aber trotzdem ziemlich cool war, fast immer wenn man die Augen aufmachte hatte man den Sternenhimmel direkt über sich. Richtig richtig cool, auch wenn’s mit der Milchstraße nichts wurde.

Zum Sonnenaufgang waren wir dann alle wieder halbwegs fit und die Kameras begannen zu rattern, während wir eine kleine Verpflegung zu uns nahmen, um für den bevorstehenden Aufstieg gerüstet zu sein.

Aufstieg Richtung Nebelhorn, Oberstdorf im Hintergrund
Aufstieg über die Seealpe im Allgäu
Biwakieren auf 1900 Metern im Allgäu
Biwakieren auf 1900 Metern
Seealpsee im Allgäu im Sonnenaufgang
Seealpsee im Allgäu im Sonnenaufgang

Nebelhorn-Porn

Uh, ich hoff ich darf des so stehen lassen. Aber da ich eh der Webseiten-Betreiber bin, is ma des relativ egal gell 😀

Unser heutiger Weg führte uns auf den Gipfel des Nebelhorns. Also noch schnell alles wieder eingepackt und ab ging’s. Der Weg war zum Teil wieder steil, aber relativ gut zu begehen. Gut 45 Minuten später ließen wir uns nahe der Seilbahn-Bergstation nieder und genossen den Ausblick über die Allgäuer Bergwelt.

Und damit ist die Katze quasi auch aus dem Sack, man kann den Aufstieg auch durch eine Seilbahnfahrt ersetzen. Dementsprechend wimmelt es auch um das Gipfelkreuz rum. Aber ganz ehrlich, wer noch einigermaßen fit auf den Füßen ist, sollte sich der Herausforderung stellen und den Fußmarsch auf sich nehmen. Ist ein tolles Gefühl oben zu stehen, wenn es zuvor umso anstrengender war. Aber: Ausdauer und Kondition sollte vorhanden sein!

Ja ihr Lieben, und plötzlich spitzten wir die Lauscher ?

Da wandern wir so genüsslich auf dem Gratabstieg dahin, als plötzlich Alphörner zu hören sind. Weiß-blauer Himmel, Berge, Freunde und der Klang von Alphörnern, ganz ganz großes Kino 🙂 Boah, war des geil ?

Ausblick vom Nebelhorn im Allgäu
Ausblick vom Nebelhorn im Allgäu

Allgäuer Latschenbeißer

Während der erste Teil des Abstiegs noch relativ bequem zu meistern war, stand schließlich der ausgesetzte Weg über das Oytal bevor. Bereits oben weist ein Schild darauf hin, dass der Weg nur von Geübten begangen werden sollte. Ebenso wird vor einer extremen Absturzgefahr gewarnt! Also Freunde, wenn ihr den Weg gehen möchtet, dann wirklich nur, wenn ihr absolut trittsicher und schwindelfrei seid! Teilweise geht man direkt am Abhang auf einem schmalen Trampelpfad, teilweise ist dieser auch durch ein Stahlseil gesichert. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass man den Weg auch wirklich nur bei trockenem Wetter gehen sollte, da die Steine bei Regen rutschig sind und eine hohe Absturzgefahr besteht!

Aber alles gut gegangen, wir waren sehr vorsichtig und haben uns an schwierigen Stellen gegenseitig geholfen 🙂

Bitte bedenkt auch, dass sich der komplette Abstieg auf der Südseite des Berges befindet und es bei warmem Wetter dort ziemlich heiß werden kann.

Vorbei an Latschenkiefern, Abhängen und Wasserfällen ging es nun bergab Richtung Oytal im Allgäu.

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir im Tal an und was wir dann zu sehen bekamen hat uns etwas zum Schweigen gebracht. Ich glaub jeder hat sich zu diesem Zeitpunkt einfach nur seinen Teil gedacht und im Stillen verdaut. Nach einem stundenlangen Abstieg lasen wir ein Schild mit der Aufschrift „Oberstdorf 1 3/4h“. Bitte was? Eineindreiviertel Stunden, sonst geht’s euch gut und so?

Da uns wohl nichts anderes übrig bleiben wird, hieß es ab jetzt Zähne zusammenbeißen und durch.

Das ging an die Substanz Freunde. Aufstieg und Abstieg ok, aber der lange, fast ebene Weg war dann doch ebbs gut anstrengend. Als wir endlich beim Auto ankamen und den schweren Rucksack absetzen konnten, war jedem die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

Aber das war jetzt teilweise wirklich Jammern auf sehr hohem Niveau. Alles halb so wild ?

 

Und somit endet eine wunderschöne Wanderung durch das Allgäu. Auch wenn es anstrengend war, mit den richtigen Leuten geht alles doch gleich viel einfacher und macht auch noch richtig Spaß 🙂 

Abstieg ins Oytal im Allgäu
Abstieg ins Oytal
Paraglider über der Bergwelt im Allgäu
Paraglider über der Allgäuer Bergwelt
Unser Team über Oberstdorf im Allgäu
Unser Team hoch über Oberstdorf
Allgäuer Latschenbeißer
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Allgäuer Latschenbeißer
Beschreiung
Unterwegs in den Allgäuer Alpen. Eine Wanderung von Oberstdorf auf das Nebelhorn mit Abstieg über den Seealpsee. Anspruchsvoll und ausdauernd, aber wunderschön.
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