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Kraxel-Erlebnis am Salewa Klettersteig

Hui Freunde, da war ja wieder einiges geboten auf dem Weg durch meinen ersten alleinigen Klettersteig. Was genau erfahrt ihr in den kommenden Zeilen.

Gut 30 Minuten Fahrt, eine Stunde Aufstieg, Einstieg in den Salewa Klettersteig und nach dem Gipfel des Iseler noch die Gratwanderung mit Abstieg über Wiedhag mitnehmen. So der Plan.

Los gings dann tatsächlich um 06.15 Uhr vom Parkplatz in Oberjoch, gegenüber der Iselerbahn. Der Aufstieg erfolgt zuerst über einen Fahrweg und geht dann nach ca. 15 Minuten Gehzeit an der Gundalpe in einen Wanderweg über. Immer weiter bergauf, gelangt man schließlich an den Speichersee an der Wiedhag-Alpe, welcher vom Gipfel des Iseler oder auch vom Salewa Klettersteig aus immer gut zu sehen ist. Die offizielle Gehzeit bis zum Einstieg in den Klettersteig beträgt ca. 1,5h, kann aber durch eine Fahrt mit der Iselerbahn verkürzt werden. Technisch ist der Aufstieg bis dahin nicht wirklich schwer.

 

Der Einstieg in den Salewa Klettersteig

 

Ja ihr Lieben, das Schild hab ich schon noch gesehen, wo aber dann wirklich der Einstieg war, hab ich natürlich erstmal übersehen. Und so ging es für mich weiter bergauf, bis ich schließlich am Abhang hing und mich nicht mehr umdrehen traute. Ja sch**** und jetzt?! Nachdem ich ganz vorsichtig versuchte mich nach oben zu drehen und sich dabei ein paar Steine lösten, die den Abhang wie nichts hinunterpurzelten, war mir dann irgendwie plötzlich ganz anders zumute. Nahe Latschenkiefern haben mir dann aber erstmal Halt geboten und so konnte ich mich durch diese wieder halbwegs rauf ziehen.

Der Einstieg zum Klettersteig befand sich natürlich etwas unterhalb und so ging ich hald wieder ein paar Meter zurück. Immer schön am Seil eingehakt geht es entlang der Felswand, hinter dir der Abgrund lauernd. Ist schon spannend sich da den Berg raufzuziehen, natürlich mit der Option, dass man durch ein Seil gesichert ist.

Und plötzlich löste sich was

 

Irgendwann zwischen Rampe und Bergfüherplatte hab ich dann beschlossen, mal kurz eine Trinkpause einzulegen. Der Fels bot grad so viel Platz um sicher stehen zu können. Ich Held hatte natürlich meine Sportuhr am Rucksack festgemacht, weil diese durch meine Handschuhe eher störend am Handgelenk war. Und als ich schließlich den Verschluss des Brustgurts aufmachte, löste sich diese vom Rucksack und purzelte langsam den Abhang hinab, bevor sie dann abstürzte und vermutlich irgendwo weiter unten am Berg zerschellte. Schade, sie hatte echt gute Dienste geleistet.

Nach einer kurzen Trauerminute hangelte ich mich weiter zur Bergführerplatte, wo das schwierigste Stück des Salewa Klettersteigs auf sich warten lässt. Dort muss man sich einen leichten Überhang raufziehen um weiterzukommen. Hilft ja eigentlich eh nix gell, weil zurück geht’s nicht.

Nach weiterer Kraxelei und dem letzten Teil mit dem Gipfelanstieg gelangt man schließlich zum Gipfel des Iseler und bekommt einen wunderschönen Ausblick ins Allgäu, sowie ins nahe Tirol.

Übrigens hat man auch die Möglichkeit den Normalweg auf den Iseler zu nehmen, statt durch den Salewa Klettersteig zu steigen.

 

Der weitere Weg

Dieser führt größtenteils auf dem Grat über den Kühgundkopf weiter bergab Richtung Wiedhagbahn, von wo aus man durch den Wald zurück nach Oberjoch gelangt und den Rundweg dort beendet, wo er begonnen hat.

 

Fazit

Der Klettersteig ist auf jeden Fall für jeden was, der gerne kraxelt. Mittelmäßig anspruchsvoll mit ca. drei Schlüsselstellen, die im Schwierigkeitsgrad C zu bewältigen sind. Bitte bedenken, dass die kniffligste und kräfteraubenste Schlüsselstelle eher Richtung Ende hin kommt. Die Bergführerplatte sollte mit dem leichten Überhang nicht unterschätzt werden. Auf jeden Fall lohnenswert, grad für Einsteiger.

Daten

Schwierigkeit: B/C
Landschaft: ●●●●○
Dauer: ca. 6h mit Klettersteig

 

Bei Fragen kannst du mich gerne hier kontaktieren.

Tipps

● Bereits zeitnah nach Sonnenaufgang aufbrechen, um vor den geführten Touren am Einstieg zu sein, sonst können lange Wartezeiten entstehen.

● Nur mit Klettersteigausrüstung (Helm, Wanderschuhe, Klettersteigset und Handschuhe) begehen!

● Besonders im Klettersteig auf Steinschlag achten!

● Nur mit ausreichender Kondition und Kraft durchsteigen.

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