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Nebelschwaden

Bei meiner Recherche durch das Internet bin ich auf diese Fotolocation gestoßen. Da ich die Berge und die oft traumhaften Aussichten über alles liebe nahm ich mir an einem Brückentag Anfang Mai viel Zeit um diese Location aufzusuchen. Kurz das Wetter am Vortag gecheckt, klare Nacht und sonniger Morgen waren angekündigt. Ein Traum wären natürlich Nebelschwaden zum Sonnenaufgang über dem Stausee.

Bei der Ankunft

Bei der Ankunft

Da der Sonnenaufgang im Frühjahr doch relativ früh ist (5.56 Uhr an diesem Tag) und noch 2 Stunden Fahrt vor mir lagen ging es dementsprechend früh los. Bereits um 2.45 Uhr hat mich mein Wecker aus dem Bett geworfen und somit ging es los in Richtung Berge. Kurz nach München dann die erste Ernüchterung, ich konnte kaum noch sehen wo ich hinfuhr, da der Nebel so tief stand, dass es schlussendlich mit 20 km/h weiterging. Ok, hab ja noch ca. 60 Kilometer vor mir, da wird bestimmt kein Nebel dort sein.

Und tatsächlich, bei der Ankunft nicht eine Nebelschwade. Der erste Eindruck täuschte aber, denn je näher der Sonnenaufgang rückte desto nebliger wurde es wieder. Und ich war noch nicht mal an meinem Spot angekommen. Also noch kurz weitergefahren, dann ging es rein in den dunklen Wald. Hirnbirn (Stirnlampe) an und den Berg raufkraxeln. Bereits nach kurzer Zeit musste ich allerdings feststellen, dass sich der Nebel mittlerweile so ausgebreitet hatte, dass ich nicht mal mehr mein Motiv im Blick hatte.

Nebel über Nebel

Nebel über Nebel

Und dann gibt es diese Momente wo du da stehst und dir denkst, ob es denn dieses Mal schon wieder umsonst war. 2,5 Stunden Fahrt für nichts? Ganz toll!

Aber man gewöhnt sich irgendwann dran und wenn du dir denkst das wars, dann warte noch eine Stunde und du bekommst das schönste Motiv geliefert. Und so sollte es auch dieses Mal sein.

Inzwischen war die Sonne schon aufgegangen und strahlte mich an, sehen konnte ich aber trotzdem noch nichts. Dann plötzlich ein kleiner Lichtblick, der nach kurzer Zeit immer größer wurde. Das wird doch nicht etwa jetzt doch noch klappen? … Nein, natürlich nicht! Kurze Zeit später (6.45 Uhr) war ich wieder am gleichen Stand wie schon eine Stunde zuvor, nur Nebel vor mir.

 

Die ersten Sonnenstrahlen

Die ersten Sonnenstrahlen

Aber dann meinte es der Nebelgott doch noch gut mit mir und bereits 20 Minuten später hatte ich eine herrliche Aussicht auf die teils noch schneebedeckten Berge und mein Motiv. Also abgedrückt wie ein Irrer, damit es nicht wieder zuzieht. Aber es sollte ein herrlicher Tag werden und die leichten Nebelschwaden im Bild machen es richtig magisch. War ein klein wenig stolz auf mich selbst, so was sieht man nicht alle Tage, vor allem auch nicht aus dieser Perspektive.

Mein Standort waren übrigens Lawinenhölzer, davor ging es steil bergab.

Und so startete ich in einen herrlichen Frühlingstag.

 

 

 

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Beschreiung
Nebelschwaden am Sylvensteinspeicher frühmorgendlich in der Jachenau bei Bad Tölz in Bayern. Berge der bayerischen und österreichischen Alpenwelt im Hintergrund.
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